Peter Schubert Film
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1704 - Der Marsch 2004
ein pathetischer Film zur Schlacht von Höchstädt 1704

Regie: Peter Schubert
Schnitt: Gabriele Kröber
Kamera: Berthold Schweiz, Frieder Mayrhofer
eine Peter Schubert Filmproduktion, 2004, 90 Minuten

BildVor genau 300 Jahren schlugen sich in der Schlacht von Höchstädt auf Befehl ihrer Feldherren über 100 000 Mann in einem "greulichen Spectaculum".
Habsburger, Bayern, Franzosen und einige katholische Iren, gegen protestantische Hannoveraner, Preussen, Schwaben, Franken, Engländer, Dänen und Hessen, ein bunt zusammengewürfeltes (Söldner-) Heer. Am Abend des 13. August 1704 lagen 25 000 tot oder verwundet auf dem Schlachtfeld. Schon einen Monat zuvor trafen Teile der beiden Armeen bei Donauwörth am Schellenberg aufeinander und bereits bei diesem Vorgefecht gab es 10 000 Tote und Verletzte.









BildAus Anlaß dieses "greulichen" Jubiläums hat der Militärhistoriker Dr. Marcus Junkelmann eine Gruppe von militärhistorisch interessierten Enthusiasten um sich versammelt, um zusammen mit diesen Männern den historischen Marsch der alliierten Armee, unter der Führung des englischen Feldherrn Duke of Marlborough, unter heutigen Bedingungen, möglichst realistisch nach zu empfinden.

Junkelmanns Bemühungen um "praktische Archäologie" hat dabei zum Ziel im möglichst realistischen Selbstversuch herauszufinden was es wirklich bedeutet, in den Uniformen des 18. Jahrhunderts, mit 20 kg Gepäck "am Mann" (Ausrüstung und Waffen) monatelang bei jedem Wetter über Land zu ziehen und jederzeit damit zu rechnen im nächsten Moment unausgeruht in eine Schlacht ziehen zu müssen.

Steve, Wolfgang, Friedrich, Ludwig, Anton und ein zweiter Marcus begleiteten Junkelmann bei dem Marsch über die Schwäbische Alb, auf dem letzten Drittel des legendären Feldzugs von Marlboroughs Armee, bis auf das Schlachtfeld am Donauufer. Fast drei Wochen, mit einigen Unterbrechungen, waren die Sieben auf ihrem Feldzug, holten sich Blasen, litten Hunger und Durst, erregten Aufsehen und Argwohn, übernachteten in Scheunen und Ställen, verirrten sich und trafen sich wieder. Man hielt sie für verrückt oder bewunderte sie.

Bürgermeister gaben sich die Ehre sie zu beherbergen und zu verabschieden, Schulklassen konnten ihr Geschichtswissen auffrischen, Adlige gedachten ihrer ruhmreichen Vorfahren, zeigten sich spendabel oder geizig, örtliche Honoratioren liessen sich die Gelegenheit nicht entgehen sich in Szene zu setzen, Bauern und Bäuerinnen waren bereitwillige Gastgeber, überraschte Spaziergänger boten bei der schwierigen Herbergssuche spontan ihre Hilfe an und englische Veteranen zeigten ihren Gattinnen das Schlachtfeld.

Junkelmann hat viele praktische Erkenntnisse aus dem Marsch gewonnen und sein Trupp hat erfahren, daß Leidenschaft und Leiden nah beieinander liegen